Vandalismus im Wahlkampf

Kaum jemandem wird es entgangen sein – auch in Hürth hat die heiße Phase des Landtagswahlkampfes begonnen. Überall im Stadtgebiet hängen und stehen seit letzter Woche die Plakate der aussichtsreichsten Parteien. Diese „Plakatschlacht“ ist den Hürther Grünen schon seit Jahren ein Dorn im Auge, da sie neben hohen Kosten und viel Zeitaufwand für freiwillige oder bezahlte Helfer*innen auch enorm viel Müll produziert. Neben den Plakaten selbst werden Wahlkampf für Wahlkampf auch unzählige Kunststoff-Kabelbinder verwendet, um die Plakate zu befestigen. „Anders als andere Parteien benutzen wir seit Jahren ökologisch weniger bedenkliche Pappplakate statt Plastik. Am liebsten würden wir ganz darauf verzichten, in der derzeitigen Situation würde das aber auf Kosten der Sichtbarkeit der Grünen im Wahlkampf gehen und den Wettbewerb verzerren“, sagt Britta Bojung, Vorsitzende der örtlichen Grünen.

In diesem Jahr gibt es für die Grünen neben dem ökologischen noch ein ganz anderes Problem mit den Plakaten. Bereits in der ersten Woche seit dem Aufhängen wurde von den Grünen-Plakaten ca. drei Viertel abgerissen und teilweise auf dem Boden liegen gelassen, teilweise ganz entfernt. Vandalismus hat es in Einzelfällen zwar immer gegeben, hier fällt es schwer, noch an Zufälle oder Einzeltaten zu glauben. „In allen Ortsteilen ist es dasselbe Bild, Tag für Tag verschwinden weitere grüne Laternenplakate. Hier ist nicht nur ein materieller Schaden in dreistelliger Höhe entstanden, sondern natürlich auch ein immaterieller, nämlich der enorme Zeiteinsatz aller freiwilligen Helfer“, ärgert sich Stefan Klinz, Sachkundiger Bürger für die Grünen und engagierter Wahlkampfhelfer. Auch drei der insgesamt zehn Großflächenplakate der Grünen wurden bereits in der ersten Woche abgerissen oder umgeworfen. Inzwischen hat die Partei „Anzeige gegen unbekannt“ erstattet, nachdem in Berrenrath drei Personen auf Motorrollern beim Abreißen der Laternenplakate beobachtet wurden.

„Für die Zukunft wünschen wir uns ganz im Sinne der Umwelt eine Begrenzung der Anzahl der Laternenplakate und werden uns dafür einsetzen, dass umweltschonenderen Wahlkampfaktivitäten der Vorzug gegeben wird“, erklärt Clemens Cochius, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Stadtrat. Ein Vorbild könnte Kerpen sein, dort wurde vom Stadtrat eine Begrenzung der Wahlplakate auf 135 pro Partei im gesamten Stadtgebiet beschlossen.

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