
24.06.26 –
Hürth macht Ernst mit dem Kampf gegen Schottergärten. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren begonnen, Gebiete systematisch auf ungenehmigt versiegelte Flächen zu überprüfen. In mehreren Fällen mussten Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Schotterflächen bereits zurückbauen und begrünen. Die Grünen begrüßen das ausdrücklich.
Unbebaute Flächen müssen begrünt werden – so schreibt es die Bauordnung seit Langem vor. Dass diese Pflicht konsequenter als bisher kontrolliert wird, hatte eine Initiative im vergangenen Jahr per Bürgerantrag eingefordert. Die Stadtverwaltung sagte daraufhin zu, dem Planungsausschuss einmal jährlich über die Ergebnisse zu berichten.
„Der nun vorgelegte Bericht zeigt, wie wichtig diese Überprüfung ist: In den zwei bereits geprüften Gebieten wurden 15 Gärten gefunden, die die Eigentümerinnen und Eigentümer nun umgestalten müssen", erläutert Hendrik Fuchs, Fraktionssprecher der Grünen im Stadtrat. „Auf unsere Nachfrage hat die Verwaltung mitgeteilt, dass als nächstes Neubaugebiete in Efferen und Fischenich geprüft werden – dort lassen sich bei Bedarf rechtssichere Verfahren einleiten."
„Bepflanzte Flächen bieten nicht nur Insekten und anderen Tieren Lebensraum – sie mindern auch die lokale Hitze in Städten spürbar", erklärt Manuel Busch, Grünes Ratsmitglied im Planungsausschuss. „Zudem kann Regenwasser auf bepflanzten Flächen besser versickern, was den Hochwasserschutz stärkt. Wie dringend das ist, haben die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre gezeigt. Die Einhaltung der Begrünungspflicht liegt damit klar im Interesse der Allgemeinheit."
Neben der Kontrolle setzt die Verwaltung auf Anregung der Grünen künftig auch auf Aufklärung: Eine Plakatkampagne soll Hürther Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer auf die Begrünungspflicht aufmerksam machen – bevor Verstöße überhaupt entstehen. „Kontrolle allein reicht nicht. Viele Menschen wissen schlicht nicht, dass Schottergärten in Hürth nicht zulässig sind. Mit einer sichtbaren Kampagne können wir das ändern – und setzen auf Einsicht statt auf Bußgeld", sagt Clemens Cochius, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen.
„Die Grünen setzen sich seit Langem dafür ein, dass die Begrünungspflicht konsequent kontrolliert und Eigentümerinnen und Eigentümer bei Verstößen zur Nachbesserung aufgefordert werden. Umso mehr freuen wir uns, dass die Verwaltung jetzt ganze Gebiete systematisch unter die Lupe nimmt – und nicht erst reagiert, wenn Einzelfälle gemeldet werden", betont Julia Feith, stellvertretende Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.
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