17.10.2018

Von: Reinhard Schmitt-Berger

Bäume gefällt

Nein, wir sprechen nicht vom Hambacher Wald.

Aber von der Allee entlang der K2 in Efferen. Hier wird das neue Wohngebiet Efferen-West entstehen, um das umfangreich in der Bevölkerung und im Hürther Rat gerungen wurde. Letztendlich ist ein Bebauungsplan beschlossen worden, der auch den weitgehenden Erhalt der Bäume entlang der K2 zum Inhalt hat.

Aber dies scheint nicht zu stören, die Bäume sind weitgehend gefällt. Es stellt sich nun die Frage, wer hat dies veranlasst? Wurde eine Genehmigung zur Fällung gegeben? Oder hat der Investor eigenmächtig gehandelt hat?

Um diesen Sachverhalt zu klären haben wir den Bürgermeister angeschrieben, eine erste fernmündliche Antwort wurde gegeben. Bürgermeister, Stadt- und Kreisverwaltung sind auf unsere Nachfrage dabei, die Genehmigungslage zu klären.

Reinhard Schmitt-Berger, Ratsmitglied in Hürth: „Ein schlechterer Start konnte kaum hingelegt werden. Offenbar sind den Verantwortlichen sowohl demokratisch ausgehandelte Beschlüsse als auch ökologische Belange schlichtweg egal!“

Egal wer der Verursacher war, eines ist jetzt schon klar: ein solches Vorgehen führt in der Bevölkerung zum Gefühl der Machtlosigkeit und fördert Politikverdrossenheit. Da wird der Erhalt der Bäume zum Wohl von Mensch und Umwelt beschlossen und direkt die erste Maßnahme zum Bau des Wohngebietes ist: Wir halten uns nicht an den Bebauungsplan!

Wir fordern für die zu Unrecht gefällten Bäume Ersatzpflanzung von Bäumen der gleichen ökologischen Wertigkeit. Eine Strafzahlung, wie es die Baumschutzsatzung vorsieht, nutzt der Atemluft wenig.

Kategorien:Presse Umwelt Verkehr
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