11.10.2018

Von: Reinhard Schmitt-Berger

Stadtbahn nach Hürth Mitte und Rathaus

Am Dienstag hat der Ausschuss einen Prüfantrag zur Verlängerung der Stadtbahn beschlossen.

Damit wollen wir frühzeitig sicherstellen, dass der von vielen Bürgern und unserer Koalition angestrebten Streckenverlängerung nichts im Wege steht. Mit der Streckenverlängerung erhielten viele Nutzer die Möglichkeit ohne weiteres Umsteigen in Hermülheim nach Köln fahren zu können.

Reinhard Schmitt-Berger, Ratsmitglied der GRÜNEN: “Eine Verbesserung des ÖPNV ist absolut notwendig, ohne diese wird der Verkehrskollaps nicht zu vermeiden sein. Wir wollen alle Schritte bis zu einer Realisierung wissen, damit eine Inbetriebnahme der Stadtbahn zeitgleich mit der Veränderung am Militärring erfolgen kann.“

Auch in Hürth sind die Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr überall für die Bewohner stark spürbar, durch Stau, Umweltbelastungen, Straßenneubau oder Parkdruck. Deshalb gilt es alle Anstrengungen zu unternehmen Verkehr zu vermeiden oder auf andere, umweltschonendere Verkehrsmittel zu verlagern. Obwohl der ÖPNV in Hürth mit dem Stadtbus bereits recht gut aufgestellt ist, müssen auch auf der Schiene Verbesserungen kommen.

Seit Jahren wollen wir die Stadtbahn bis zum zentralen Omnibusbahnhof bringen. Einige Vorarbeiten sind erfolgt, es gab sogar bereits einen Beschluss zur Realisierung, doch bisher wurde er nicht umgesetzt. Dabei wäre diese Schienenstrecke eine erhebliche Verbesserung für die Nutzer, sie würde sicherlich auch zu höheren Nutzerzahlen und damit zu weniger Autos auf der Straße führen.

Wesentliche Kriterien zur Nutzung des ÖPNV sind auch Pünktlichkeit und Wartezeiten. Deshalb ist jedes notwendige Umsteigen für viele ein Hindernis den ÖPNV zu nutzen. Denn hier entstehen zusätzliche Wartezeiten und Wege, die zurückgelegt werden müssen.

Derzeit sind viele Baumaßnahmen in Hermülheim in der Diskussion, beispielsweise eine Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofs, eine Umgestaltung der Luxemburger Straße und angrenzender Bereiche, konkret auch die Veränderung an der Haltestelle Hermülheim. Bei der Vielzahl der in dem betroffenen Bereich laufenden Maßnahmen sind Konflikte mit einer Verlängerung nicht sicher auszuschließen.

Im Ausschuss am 04.09. wurde mitgeteilt, dass der Einplanungsantrag beim Zweckverband Rheinland für diese Streckenerweiterung erneut gestellt worden ist und wiederum, mit Beginnjahr 2019, positiv beschieden und mit 90% gefördert würde. Dort wurde allerdings ebenfalls erläutert, dass mindestens ein Förderantrag noch zu stellen wäre, die Fördervoraussetzungen erfüllt und Haushaltsmittel zur Verfügung stehen müssen.

Weitere Planungsschritte, wie beispielsweise Planfeststellung und/oder Bau- und Betriebsgenehmigung, Abstimmungen mit der HGK und KVB bzgl. Veränderungen an der Zugsicherungsanlage, Beschaffung von Fahrzeugen, Abhängigkeit zur Veränderung am Militärring usw. müssen sicherlich auch noch erfolgen.

In Zusammenhang mit der möglichen Verlagerung der Bahnsteige der Haltestelle Hermülheim auf die Nordseite der Hans-Böckler-Straße wurde erläutert, dass die Stellwerkstechnik in Kendenich bereits 2020 erneuert werden soll. Es ist möglicherweise sinnvoll bei dieser Erneuerung bereits die Streckenverlängerung inkl. Abzweig aus dem Stammgleis und Verknüpfung mit der Güterzugstrecke nach Knapsack mit zu berücksichtigen. Da allerdings der Streckenabschnitt der Verlängerung auf dem Hürther Bogen sicherlich nicht als Eisenbahn betrieben werden soll, ist, wie wir bereits in Zusammenhang mit dem Beschluss zur möglichen Veränderung an der Haltestelle Hermülheim erläutert haben, die Veränderung der Zugsicherung für den gesamten Abschnitt ab Stadtgrenze Köln zu prüfen.

Kategorien:Presse Verkehr
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